Rauchen bringt ein hohes Risiko mit sich und ist entscheidend verantwortlich für schwere chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Krebs. Laut Statistiken des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sterben jedes Jahr deutschlandweit schätzungsweise zwischen 110.000 und 140.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Hypnose kann hier eine hilfreiche Unterstützung bieten, um der Nikotinsucht zu entsagen.

Die Statistik des DKFZ zeigt ebenfalls auf, dass sich die durch Rauchen verursachten Krankheitskosten allein in Deutschland jährlich auf über 22,76 Milliarden Euro belaufen. Aber auch Passivrauchen schädigt nachweislich die Gesundheit. So liegen laut DKFZ z.B. die durch Passivrauchen verursachten Krankheitskosten bei Kindern jährlich bei ca. 219,39 Mio. Die häufigsten Diagnosen sind dabei chronische Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Bronchitis sowie Asthma und andere Erkrankungen der Atemwege.

Selbst bei einer relativ geringen Nikotindosis können bereits massive Gesundheitsschäden auftreten. Dies zeigt z.B. eine Studie des Nationalen Krebsinstituts der USA. Die Wissenschaftler dort konnten belegen, dass bei 1500 Probanden, die konstant weniger als zehn Zigaretten täglich konsumierten, ein um 87 Prozent höheres Sterberisiko vorlag als bei Nichtrauchern. Selbst wenn im Durchschnitt nur eine Zigarette täglich konsumiert wurde, war das Risiko immerhin noch neunfach erhöht.

Zahlreiche Raucher nehmen sich auch deshalb jedes Jahr vor, endlich mit dem Qualmerei aufzuhören. Doch die guten Vorsätze scheitern häufig, da die Nikotinsucht zu den stärksten Abhängigkeitserkrankungen überhaupt zählt.

Wie kann die Hypnosetherapie bei der Raucherentwöhnung unterstützen?

Hier kommt das Unterbewusstsein als entscheidender Faktor ins Spiel, denn nur 10 bis 20 Prozent der menschlichen Gedanken und Handlungen werden vom Bewusstsein gesteuert, 80 bis 90 Prozent sind dagegen vom Unterbewusstsein geleitet. Um ein Beispiel zu geben: Erlebt ein Kind, dass die Eltern in Stress- oder Konflikt-Situationen zur Zigarette greifen, wird das Kind unter Umständen schon sehr früh unbewusst folgende Botschaft verinnerlichen: Rauchen beruhigt.

Möglicherweise wird dann aus dem Kind ein Jugendlicher und später ein Erwachsener, der mit Hilfe von Zigaretten versucht, durch Schwierigkeiten in der Schule oder sonstige Konflikte verursachten Stress ebenfalls durch Nikotin zu „glätten“.

Dies hat zur Folge: Ein Proband, der das Rauchen aufgeben möchte, weiß vom Intellekt her, dass es sich um ein gesundheitsschädliches Tun handelt. Im Unterbewusstsein ist jedoch der Tabakkonsum nicht mit der Botschaft verknüpft „Ich schade meiner Gesundheit“, sondern mit dem Glaubenssatz „Eine Zigarette zu rauchen, gibt mir Entspannung und reduziert Stress.“ Es muss also im Unterbewusstsein eine neue Verknüpfung geschaffen werden, um den Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören auch wirklich in die Tat umzusetzen. Und genau hier kann die Hypnose den sprichwörtlichen Schalter umlegen.

Wie eine Studie der Universität Tübingen zeigt, können mittelfristig in ca. drei Hypnose-Therapie-Sitzungen Abstinenzraten von fast 90% erreicht werden. Selbst die Langzeitwirkung der Raucherentwöhnung mit Hilfe von Hypnose zeigte sich auch nach 12 Monaten deutlich: 48,1% der Hypnosegruppe blieben qualmfrei.